MSI Wind — EeePC-Killer auf dem Weg nach Deutschland?
Thursday, June 19, 2008, 08:50 - Geeks & Co.
Bei der Telekom kann man den MSI Wind (U100) schon vorbestellen: Hier sehen Sie die Antwort von MSI auf den EEE-PC 900. Das Gerät wird laut MSI frühestens im September verfügbar sein (ohne Gewähr). Eine Vorbestellung ist daher absolut empfehlenswert, wenn Sie von den ersten Lieferungen partizipieren möchten!
Klar, wenn man Early Adopter sein will, macht das sicherlich Sinn; andererseits, die Einsatzbeschränkungen des orginalen EeePC (701), u. a. das kleine Display (als Nokia N810-Internet-Tablet-Nutzer kann ich das nachvollziehen), treten mehr und mehr zu Tage, zumal im direkten Vergleich zur aufkommenden Konkurrenz. Und 399 Euro scheint sich als Meßlatte für die etwas aufgewerteten Mininotebooks – »Netbooks« – einzubürgern. Von den technischen Daten – >>10 GB Speichermedium, Bluetooth für z. B. 3G-Datenfunk – klingt das U100 sehr interessant; aber jetzt vorbestellen, um es evtl. im September erst zu bekommen? Wer weiß, ob da nicht schon Asus nochmals nachgelegt hat — oder noch innovativere Geräte auf dem Markt sein werden?
Ich würde ein MSI Wind – nur nicht in Pink – heute kaufen, wenn ich es denn mitnehmen könnte/binnen <4 Werktagen garantiert in den Händen hielte. Käme rechtzeitig zum Urlaub, und die große Platte wäre ein vorzüglicher Datenspeicher für die Digicam-Bilder und -Filme. Die Größe wäre ideal zum unauffälligen deponieren im Campingplatz-Umfeld. Aber nach dem Urlaub? Von der leeren Kasse abgesehen ;), warum jetzt ein Gerät vorbestellen, welches bei Auslieferung vielleicht schon doch bessere Alternativen überholt ist?
Ich glaube, es wird ein spannender Herbst für »Netbook«-Freunde in Deutschland.
Diktator Apple
Tuesday, June 17, 2008, 10:00 - Abzocke
Erwähnte ich schon, daß ich Apple – heute – nichts mehr abgewinnen kann? Ein Bericht auf neuerdings.com setzt meiner Aversion quasi die Krone auf: TomTom hat seine Software bereits aufs iPhone-OSX portiert - aber ob man diese […] Routenplaner-Software je wird […] auf dem iPhone 3G einsetzen können, steht nicht in den Sternen, sondern in der Lizenz des Entwicklerkits. Darin verbietet Apple ausdrücklich das Design und die Verbreitung von Anwendungen mit Echtzeit-Routenplanung, für Fernsteuerung oder Flottenmanagement:
Nee, is klar.
Vom Unsinn der Umlaut-Domains — ein Selbstversuch (I)
Tuesday, June 17, 2008, 07:45 - Geeks & Co.
Vorab: ich bin ein Verfechter der Doktrin »gleiches Recht für alle« und habe daher sowohl ein (akademisches) Problem mit der doppelten TLD für Großbritannien als auch (ebenso überwiegend akademisch) mit db.de, ix.de und anderen Frühstartern, die Domainnamen erhielten, die später als unzulässig gebrandmarkt wurden.Vielleicht allerdings gehöre ich nun selber zu den »Sonderlingen«:
me@host.uu.org:~ $ whois æß.deAha? »æß.de« wird korrekt zu »xn--ss-0ia.de« transkribiert, der Status allerdings läßt Böses ahnen. Und in der Tat, sowohl der whois …
[Querying whois.denic.de]
[whois.denic.de]
Domain: æß.de
Domain-Ace: xn--ss-0ia.de
Status: invalid
me@host.uu.org:~ $ whois ix.de
[Querying whois.denic.de]
[whois.denic.de]
Domain: ix.de
Status: connect
met@host.uu.org:~ $ whois xn--ss-0ia.de… als auch die Domainabfrage mögen die Domain nicht:
[Querying whois.denic.de]
[whois.denic.de]
Domain: xn--ss-0ia.de
Status: invalid
Fehler: "æß.de" ist keine gültige Domain.Glücklicherweise sieht dies besser aus, wenn man eine Anfrage über's Web bei domaintools.com startet.
Irgendwie klingt dies ja nach Massen von Spaß in der Zukunft; und damit auch alle was davon haben, werde ich meine publizierten Mailadressen mal anfagen, auf »r@æß.de« umzustellen. Natürlich bin ich mir nicht im Klaren über den aktuellen Diskussionsstand zum Thema »Umlautdomains auch bei eMail«, aber als Rache für die Nichtanerkennung einer – RFC-legalen – plussed address darf's auch schon mal ACE sein . ;)
Goldene Bits
Monday, June 16, 2008, 23:58 - Fundstücke, Geeks & Co.
Dieses konkrete Stück Hardware gefällt mir allerdings viel besser als ein Siemens-Lufthaken oder das universelle WLAN-Kabel. Ob sich mit einem Cat.X-Kabel für 400 Euro auch 96 kBIt/sec-MP3-Files wieder anhöhren wie feinstes DDD?
Via Mailingliste (»plonk«).
Mobilfunk: o2 baut aus; Vodefone nimmt die Roamingsaison 2008 noch mit
Sunday, June 15, 2008, 13:49 - Urlaub, Servicewüste, GSM/GRPS/UMTS/..., Abzocke
Und mit »Netzabdeckung« meine ich nicht nur Sprache via GSM, sondern Daten — zwar leider noch nur GPRS, aber lieber 56k statt 0 Bit/sec wie bei Vodafone an gleicher Stelle. Sofern o2 also die Ansage wahr macht, daß EDGE im gesamten GSM-Netz bis Ende 2009 nachgerüstet sein wird, wäre o2 tatsächlich eine valide (Daten-)Alternative zu T-Mobile (die, dem rückständigen iBrick sei Dank, EDGE flächendeckend schon eingeführt haben) oder Vodafone D2 — zu, zumindest aktuell, deutlich attraktiveren Konditionen.
Und nachdem o2 Germany endlich Anfang des Jahres erkannt hat, daß lückenhafte Versorgung mit rückständiger Technik kaum tauglich ist, den Nachteil des Spätstarters (VIAG Interkom, heute Telefónica o2 Germany, startete als bislang letzer bundesdeutscher Netzbetreiber ins Rennen um die güldenen GSM-Minuten) auszumerzen, die Trennung der Frequenzen zwischen den initialen D-Netz- (D1, D2) und den folgenden E-Netzbetreibern (e+, o2) nicht mehr vollständig ist und damit Reichweite (D- besser als E-Frequenzen im ländlichen Raum) und Sprachqualität (EFR-Codecs sind in D- wie E-Netz einsetzbar) mittlerweile nicht mehr das alleinige technische Unterscheidungsmerkmal hergeben (alle Betreiber haben Frequenzbänder in sowohl D- als auch E-Netzbereichen), könnte sich o2 vielleicht wirklich noch zu einem gewichtigeren Player im deutschen Markt aufschwingen, als die derzeitige Nummer Vier (von 4 Netzbetreibern insgesamt).
Jetzt würde es einer Telefónica o2 Germany natürlich gut zu Gesicht stehen, böte man seine nationalen Tarife dem Spanien-Urlauber bei Nutzung des spanischen Telefónica-Netzes z. B. mit einem mehr symbolischen Aufschlag von z. B. 5 Euro/Monat an — leider überlassen die Platzhirsche dies innovativeren Anbietern und befördern so den Erwerb von weiteren SIMs, die nur kurzzeitig genutzt werden. (Fährt jemand nach Italien? Ich hätte da noch die TIM-SIM vom letzten Jahr …) Ich jedenfalls finde die Summe von 50 Euro [für] ein Datenvolumen von 100 Megabyte pro Monat jetzt nicht so das tolle Urlaubsschnäppchen, für welches ich meine o2-SIM auch im Urlaub im Handy lassen würde; aber es läuft ja auch unter »Business«, da mag sich das rechnen.
Apropros Konzerne und ihre so roamingkostenträchtige Parzellierung in Europa: Vodafone hält wenig von Preissenkungen für SMS und startet neue Datentarife pünktlich zum Ende der diesjährigen Urlaubssaison zum 20. Juli — zur Halbzeit der Sommerferien in NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Ein Schelm, der da an einen Zufall glaubt — mal ganz abgesehen davon, daß auch »19 Cent pro 50 Kilobyte im gesamten EU-Ausland«, also rd. 4 EUR pro MB, nun nicht schnäppchenverdächtig sind.
Liebe EU-Kommissare, was ist denn so schwierig? Wenn die großen multinationalen Konzerne meinen, wie im Mittelalter an den Grenzen Zölle und Abgaben (hier: Rominggebühren plus Bearbeitungsaufschlag für Roaming) von einem Konzernkunden, der Dienste bei einer Konzerntocher im EU-Ausland nutzt, kassieren zu können, so, als wäre das noch immer ein horrender Aufwand und die Konzerntöchter im Kundenheimatland und im Kundendienstenutzungsland wären sich spinnefeind und die schärfsten Konkurrenten — gut, dann behandelt das doch auch finanztechnisch einfach so: Keine Anrechnung von Gewinnen, Verlusten und Umsatz der Konzerntöchter beim Konzern. Keine Listung einer Vodafone, T-Mobile, Telefónica, KPN, France Telecom und wie sie alle heißen an den internationalen Börsen mit den Ergebnissen aller Konzerngesellschaften; jede Landesgesellschaft rechnet für sich ab (und geht für sich an die Börse, ober eben auch nicht), der Konzern kann keine Verluste aus Landesgesellschaft A ergebnismindernd mit Gewinnen aus Landesgesellschaft B verrechnen …
Ich bin mir sicher, daß hätte einen massiven Effekt. Vielleicht die Reduktion auf weniger als drei Anbieter pro Land, weil Subventionszahlungen der Konzerne entfielen, aber gut; Schwund ist überall, wenn sich ein Unternehmen nicht trägt, warum sollten das Kunden/Steuerzahler in anderen Ländern mitfinanzieren? Bei vollkommen getrennten Entitäten sind diese horrenden Aufschläge ja durchaus in Maßen nachvollziehbar; warum ein Telefónica-Kunde im Land A aber viel höhere Kosten verursachen soll als in Land B, das leuchtet nicht wirklich ein. Zumal, IIRC, zumindest (bei Vodafone) der Internetverkehr nicht ins Heimatnetz getunnelt wird … Und die Sprachtelefonie läuft auch technisch über das Netz des Betreibers, in dem das Telefon eingebucht ist. Bandbreite eines GSM-Telefonats lag bei horrenden 9,6 kBit/sec, richtig? 160 Zeichen pro SMS, unglaubliche Datenmengen. Man kann förmlich die Datenleitungen erkalten hören …
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