iPad, WePad – Padding is in (updated)
Thursday, March 18, 2010, 09:57 - Fundstücke, Geeks & Co., Verschiedenes, Medien, Android, Linux, Netbooks & Pads, Mobile Blogging
Oh, das ging ja schneller als erwartet — wobei Ankündigungen ja weniger schwer sind als tatsächliche Produkteinführungen. Nun soll es also ein
Technologie WePad iPad Display 11,6“ mit 1366 x 768 Pixeln 9,7“ mit 1024 x 768 Pixeln Prozessor 1,66 GHz Intel Pineview-M 1,0 GHz Apple A4 Peripherie 3-in-1 Cardreader und 2 x USB integriert Adapter für Kameraanschluss und Cardreader als Zubehör Multimedia und Kommunikation Webcam und Flash Support Nein Applikationen WePad AppStore und Google Android Marketplace iTunes App Store Batterielaufzeit Ca. 6 Stunden inkl. Flash 10 Stunden Unterstützte eBook Formate Alle offenen zuzüglich Premium (WeBook) Proprietäres Apple Format im iBooks Store
Ich bin ja seit längerem auch ein androidischer Telefonierer – die Fußketten Apples habe ich dankend im T-Shop gelassen –, die Programme im Android Marketplace allerdings sind derzeit für Mobiltelefone mit nicht-x86-Prozessoren (ARM, analog Apples Geräten) und Displays im Bereich 320x480 oder 480x800 vorgesehen; gut, die Hardwareabhängigkeit ist i. d. R. nicht gegeben durch die Java-Kapselung des Android-Systems, die Frage ist natürlich – wie beim iPad –, wie »gut« Programme, die, im Vergleich zu Pads, für Winzdisplays geschrieben wurden, auf derart großen Displays laufen. Ich stelle es mir auch schwierig vor, Vollbild-Flash-Videos auf der Atom-Infrastruktur (1366x768 reicht ja immerhin für die »kleine HD-Auflösung« 1280x720) darzustellen, sofern nicht entsprechende Hardwareunterstützung eingebaut ist (vgl. neue Eee PCs). Ferner, so kann man Berichten entnehmen, ist Google mit dem Zugang zum Android Market nicht so offen, daß da Hinz und Kunz mit seinem Gerät rankäme, nicht einmal jedes Android-Telefon hat Zugang:
Auf dem kleinen Android-Smartphone E110 fehlt der Zugang zum Android Market. Laut Acer würden viele Programme aus dem Market einen integrierten Beschleunigungssensor voraussetzen, und der wäre in dem Gerät nicht eingebaut.
Dies ist einerseits richtig, denn was nützt mir als Nutzer das Runterladen von Navigons Navigator – welcher z. B. einen GPS-Empfänger voraussetzt – auf ein Gerät, auf dem die Hardwarevoraussetzungen nicht gegeben sind? Andererseits zersplitterte dies, für mich als Entwickler, natürlich den Gesamtmarkt und mindert den zentralen Nutzen des Android Market; eine Lösung allerdings scheint noch nicht in Sicht.
Somit stellt sich auch gleich die Frage, ob das WePad all die üblichen Android-Gerätschaften an Board hat (GPS (hat es lt. einem Blog; bislang ist dies die einzige GPS erwähnende Quelle), Beschleunigungs-/Lagesensor; Bluetooth?), die ggf. auch für Spiele von Interesse wären, oder ob hier »nur« eine Atom-Touchpad-Referenzplattform mit Android als günstigem OS rausgehauen werden soll. Aus den bisherigen Informationen geht das leider nicht hervor, aber da schon von einem »baldigen Start des Preorderings des WePad« gesprochen wird, dürfte sich dieser Informationsnebel in Kürze ja lichten.
Das WePad adressiert viele der Punkte, die ich am iPad kritisiere, insofern bin ich gespannt über weitere Infos und würde das Schätzchen gerne mal selbst in Augenschein nehmen. Ein Erfolgsfaktor allerdings wird sicherlich auch der Preis sein, zu dem habe ich bislang nichts gehört; teurer als die Pad-Konkurrenz mit dem angebissenen Apfel drauf wird man hoffentlich nicht werden, wobei mir grade auffällt, daß zum internen Speicher des WePad keine Aussagen gemacht wurden. (Hintergrund: Wenn ich für den Betrieb schon eine SD-Karte brauche, die im internen 3-in-1-Cardreader steckte, wie kämen dann meine Fotos zur Betrachtung ins WePad?) Nachdem digitale (Touchscreen-) Bilderrahmen im Preissegment unter 200,-- EUR angekommen sind, Netbooks zwischen 200,-- und 400,-- EUR kosten, der Kindle DX 489,-- USD und das kleinste iPad bei 499,-- USD (in D: EUR 499,-- …) angeboten werden soll, spekuliere ich mal auf einen Einstiegspreis von rd. 300,-- EUR; damit könnte es durchaus bei uns als Wohnzimmer-Gadget das Netbook ablösen …
[Update 11:08] Lt. Facebook-Nachricht (Login nötig für ganze Info) ist GPS an Bo(a)rd:
[…] 1300x768, LCD, Kapazitiver Touch, WLANg, 2xUSB, 3G als Option (nicht simlocked), keine Telefonie, Webcam für Skype, Google Android Apps (again ;-), GPS, HTML5 inkl. Flash (Webkit).
Genauer 1366x768, ferner noch Multicard-Reader, so flach wie das iPad, Magnesium Shell, Linux-Derivat als Betriebssystem, Adobe AIR fähig und viele weitere tolle Dinge.
[/Update]
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