#140conf - ein Rückblick
Friday, November 20, 2009, 03:56 - Geeks & Co., Verschiedenes
£ 425.00 – war es das wert? Dank eines Sponsorcodes (via Kodak) muß ich mir diese Frage nicht stellen, wobei der selbstbezahlte Flug (unter € 100,-- »dank« easyjet.com) und Hotel (£ 150,--) plus Transfer und so weiter auch gehörig Löcher in die Reisekassen schossen.Gut, ich gehe, vielleicht anders als z. B. @ifranz es tut, anders an solche Events heran. Ich bin, woran ich jedes Jahr im Frühjahr erinnert werde, keine 25 Lenze mehr, aber als ich in etwa 25 – plus/minus 'n paar – war, waren die sog. »[IRC] Relay-Parties« – später abgelöst durch »Channel-Parties« – en vouge. Ich krieg's jetzt grade zeitlich nicht mehr zusammen, aber irgendwann in dem Zeitrahmen waren auch die – von Netzbekannten bis -freunden organisierten – »Amiga-Treffen« ein steter Bestandteil meiner jährlichen Aktivitäten. »Meka«, das »Meeting Karlsruhe« hat es mehr oder minder in die Jetztzeit überlebt, glaube ich; persönlich war ich mit meinem Schlafsack IIRC nur einmal dort.
Letztlich hatte ich wohl einfach Glück; von den von mir besuchten RPs gibt es augenscheinlich keine Bilder mehr online, die mich in, äh, alkoholisiert-entspannter Pose zeigen würden. Dieses Glück haben heutige Kids (schülervz) oder Studis (studivz) eher nicht — ich nenne es auch gerne die »Gnade der frühen Geburt«, bevor Google & Co erschaffen wurden und das Netz ein Gedächtnis (durch entsprechende Dienste) hatte …
Insofern: Für mich wäre die #140conf weniger ein Quell spannender Informationen gewesen sondern die Reinkarnation einer RP in Zeiten von twitter: traf ich seinerzeit (endlich) mal Leute wie {insert_famous_gal_or_guy_here}, würde ich jetzt vielleicht Leute wie @spreeblick
Ich denke, ich habe viel gelernt über meine TZ7 an diesem Abend, außerdem viel über die aktuellen digitalen Spiegelreflex-Kameras (die gar nicht mehr immer einen Spiegel reflexen) … Über twitter, nunja, ich habe viel gehört von $company, die aus $diesen oder $jenen Gründen twitter einsetzt …
Well; I don't neither own nor run a multi-million dollar company — aber ich als, vielleicht untypischer, Endkunde stellte doch eher schnell fest, ob ein @corp-Account bei twitter »ernst gemeint« ist oder Bullenscheiße aus dem Berater-Dunstkreis. So hat sich die ach-so-»Generation Now«-affine Vodafone bis heute nicht bei mir gemeldet, obwohl sie a) twitter nutzen und ich b) teils massiv über sie geläster-twittert habe (bewust, btw). Bei @Kodak_DE ist das evtl. etwas anderes, da wir uns seit dem #floatingcast auch face2face kennen (früher hätte man »persönlich« geschrieben; klingt heute komisch, oder?); aber ein anderes (Negativ-) Beispiel sei o2: als ich #pre vor dem Launch verwendete, folgte mir ein o2-Bot und ich bekamt teils sogar zielgerichtete Nachrichten von ihm (/ihr/wasauchimmer). Heute, d. h. seit knapp 'ner Woche, twittere ich über den #Megafail von o2 bzgl. des Motorola Milestones, und was passiert: nixe. Das Schweigen im Walde ist LAUT, verglichen mit dem, was o2 zu deren Unwilligkeit, das Motorola Milestone auch zu verkaufen, schweigt …
Quintessenz: vielleicht war ich schlicht nicht $Zielgruppe. Was ich aber immer wieder wahrgenommen habe: das Unverständnis über die Tatsache, daß eine »Konferenz über twitter« ohne twitter-Nutzung gestattende Infrastruktur abgehalten wird. Klartext: es gab kein für die #140conf-Teilnehmer kostenlos nutzbares WLAN! o2 Indigo, der Tagungsort, wird »bewirtschaftet«, augenscheinlich auch auf den 802.11-Frequenzen; auf Anfrage gab es für eines der to-be-paid-for-WLANs Credentials für »Blogger«; wie der »offizielle« Ablauf sein sollte weiß ich nicht, da ich ein Gespräch mit @JeffreyHayzlett und einem mir unbekannten Blogger mitbekam. Letztlich habe ich für @ifranz einen Zugang gesichert – Papierzettel, aber sowas von 1.0 … –, da sein Mac nicht mit den von @Kodak_DE unter der Hand kommunizierten Zugängen spielen wollte. Mein Ubuntu wollte weder-noch, was ich leider erst gegen Ende des Tages realisierte — und den noch immer benutzten Windows-Treiber (via ndiswrapper) als Schuldigen ausmachte; mit »b43.ko«, dem nativen, nachprogrammierten Linux-Treiber für das Broadcom-WLAN-Chipset meines HP 2133 klappte die Verbindung zu allem WLAN-Netzen auf Anhieb …
Ich war auf keiner #140conf vorher — und werde freiwillig wohl auch keine mehr besuchen. Ich war auch noch niemals in New York oder San Francisco; sofern die #140conf dort ebenso stümperhaft abgehalten wurde, würde es mich wundern, falls dieses Format 2009 überlebt. Ich hege Mitgefühl für @Kodak_DE, wo glaubhaft versichert wurde, daß derlei Dinge außerhalb dessen lagen, was ein Sponsor beeinflussen konnte (daher auch die »geheimen« Zugänge zum »Kodak-WLAN«) — was nur bedeuten kann, daß auch Kodak als großer Sponsor sich ggf. 2010 mehr einbringt in (oder konsequent aussteigt aus) diese Jeff-Pulver-Story …
Schade, letztlich. Die Idee an sich war ok: »You will find individual talks set to: 10 minutes; “Featured talks” 15 and 20 minutes and the various panel discussions are set for 15 and 20 minutes.«
Quelle: london.140conf.com
Mindestens bei @spreeblicks Session wurde aber der Zeitkorrekturstift angesetzt und ein Zeitziel von 5 Minuten angefragt; ich schätze einfach mal, daß das andern auch nicht gutgetan hat?
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