Von GUIs und Knoten in den Fingern
Tuesday, July 13, 2010, 07:08 - Geeks & Co., Painseeker, WLAN, Fon, Linux
Ach nö, das macht doch keinen Spaß … Am Sonntag hat mir noch mein Nachbar (in Gütersloh) seinen WPA-Key genannt, damit ich für T-Ausfälle zukünftig gewappnet bin; und was ist? Ich sperre mich, wieder einmal, aus meiner OpenWRTen Fonera aus. OpenWRT Kamikaze hat diese lustige Firewallkonfiguration, die augenscheinlich nicht angepaßt wird, wenn man munter ath0 zum WAN-Interface macht und mit eth0 bridged. Jedenfalls ist jener Fonera nun ein halber Brick; sprich, ich muß nochmal per ap51-Tools den ganzen Rotz flaschen.Klingt ja überheblich, aber ich habe mit z. B. CIPE schon »das Internet untertunnelt«, als man noch nicht mal wußte, daß man einen Router namens WRT aufgrund von Programmierfehlern jemals würde »übernehmen« können — und jetzt scheitere ich reihenweise an dieser bekifften Lua/LuCI-Oberfläche‽ Mal ernsthaft, das kann's doch nicht sein‽
Jedenfalls habe ich nach etlichen Stunden am Sonntag- und Monatabend jetzt die Nase voll; wenn möglich, entsorge ich den LUA-Quatsch und editiere die Konfigurationsdateien so, wie Gott es vorgesehen hat: per Hand.
Wasfüreinegequirrltescheißeistdenndas,herrgottsakramentnochmal‽
Ist Open Source jetzt »in«?
Wednesday, December 9, 2009, 16:20 - Geeks & Co., Fon, Linux, Technologien, WLAN, PlugComputing
Ich habe mich länger nicht mehr mit Accesspoints (vorzugsweise auf Linux-Basis) auseinandergesetzt, da mein heimisches Reich abgedeckt und eine weitere Verbreitung, inklusive dedizierte Funkverbindung zu einem Nachbarn, nicht notwendig ist bzw. mit vorhandenen Fritz-Boxen und Foneras abgedeckt werden könnte.Allerdings möchte ich meine in die Jahre gekommene und aus Gründen den Bequemlichkeit sich angesammelt habende Flotte von heimischen Pizza-Schachtel-Servern aus, vornehmlich, finanziellen Gründen – das, was wir an die Stadtwerke für Strom abdrücken, müßte eigentlich für ein eigenes Blockheizkraftwerk reichen – durch Konsolidierung und Hardwareoptimierung ablösen.
Der erste Schritt in jene Richtung war die Anschaffung eines NSLU2 samt 1-TB-USB-Drive, die Datensicherung sollte über ein identisches System abgewickelt werden, sofern mich die Performance des debianisierten Slugs überzeugte. Erste Transfers sind nun gelaufen …
/dev/sda3 889G 440G 441G 50% /data… und mit rd. 8 MByte/sec per SMB zum virtualiserten XP bin ich erst einmal zufrieden.
Abzulösen sind jetzt noch ein alter »Alles-Server« (da rennt in einer UML auch mein Mailserver *sigh*), ein nach doppeltem RAID-Fehler vor ~2 Jahren schnell hochgezogener Notfall-Fileserver (n x 250 GB; das geht auf eine weitere TB-USB-HDD, die dann nächtlich per rsync gespiegelt wird) sowie der alte Router-und-140-GB-bereitstellende-Server. Dessen Daten immerhin sind schon auf der Platte am Slug gelandet, Abschaltung wohl in dieser Woche. (Als neuen Router habe ich da schon so eine Pizza-Schachtel aka Scenic Xs laufen; da ich VDSL 25 habe und darüber OpenVPN (gesamter Traffic wird in zu einem Housingserver verschlüsselt und erst dort findet der Internet-Übergang statt) mache, ist's mit einer Fritz!Box da leider performancemäßig nicht getan.)
Ach so, ja, und mein Außen-Kamera- und Heimautomationsserverchen im Wohnzimmer (Typ: Scenic Xs) gehört natürlich auch abgelöst/konsolisiert. Initial wollte ich das auf den neu aufgebauten HDTV-VDR-Rechner packen (Athlon K10 Dual-Core & nVidia-Grafik, VDPAU-tauglich für FullHD bei ca. 10% CPU (1,35 GHz)), aber derzeit überlege ich, statt dieses Watt-Boliden im Wohnzimmer lieber eine Ion-Plattform als reine Streaminglösung hinzustellen, die DVB-S2-Karten kämen dann in eine dedizierte Kiste im Keller; vielleicht eine aufgebohrte Box als Router- und DVB-Streamer dafür nehmen?
Naja; für die Kameraserver suche ich noch nach preisgünstigen Lösungen, die leistungsfähig genug für USB2/HD-Kameraauflösung sind (1280x960 oder größer, 1-5 fps reichen da aber) — und kam dabei auf den SheevaPlug.
Und da USB-Kameras an den 7170er-Fritzboxen nicht tun (kein isochroner Modus in AVMs AHCI(?)-USB-Treiber implementiert), entsann ich mich grade der guten alten WLAN-Router mit OpenWRT, wo z. T. Webcam-Streaming-Lösungen (für VGA-Auflösungen und drunter jedenfalls) existier(t)en. Erstaunt mußte ich feststellen, daß sowohl D-Link als auch Netgear ganz offen WLAN-Accesspoints/-Router anbieten, die nicht nur mit Linux betrieben werden sondern wo auch der Hersteller eigene Erweiterungen unterstützt; bei Netgears WNR3500L gleich mit einer eigenen Webseite, passend »myopenrouter« betitelt.
Ich finde das recht bemerkenswert; Netgear geht auf den ersten Blick einen radikalen Ansatz, bietet neben der eigenen Firmware auch OpenWRT und -Abkömmlinge für das Gerät an; und mit unter 75,-- EUR ist das Gerät – bedenkt man die 4 GBit-Switchports, das 802.11n-WLAN sowie den einen USB2-Port – auch noch recht günstig. Ich bin versucht, damit einen GBit-Verteilswitch (Netgear GS108T) sowie den betagten WRT54G im EG zu ersetzen …
… aber auch D-Links Angebot klingt interessant (unter 60,-- EUR derzeit), wobei ich mich frage, was ein 100-MBit/sec-Port an einem 802.11n-Gerät (mit latent über 100 MBit/sec netto) zu suchen hat.
Jedenfalls ist es spannend zu sehen, daß nach Fon, wo bei der Fonera 2 ja auch eigene Anwendungen installiert werden dürfen (man muß sie also nicht mehr um die Fon-Software erleichtern), IIRC, und dem laaaangen Erfolg des WRT54G, zuletzt in der WRT54GL-Inkarnation, auch andere Hersteller anfangen und auf die »Community« setzen, die ggf. einen Mehrnutzen für die Anwender aus den Geräten herauszukitzeln in der Lage ist. Ganz offiziell, ohne schrauben, löten oder tricksen — doch, das finde ich richtig gut.
Fonera 2 – ei, ei, ei
Wednesday, July 8, 2009, 23:08 - Fon, Painseeker, GSM/GRPS/UMTS/...
Jul 8 22:27:32 greebo kernel: [133096.115253] r8169: eth0: link downDa ging sie hin, die Fonera 2, und ward' weder im WLAN noch auf dem Ethernet mehr gesehen. Stabilität – zumindest bei Nutzung von UMTS als Uplink – scheint keine herausragende Stärke der Fonera-2-Software zu sein. (Bevor wer meckert: die 2.2.5.0 hat sich binnen zwei Stunden jeweils selbst stranguliert; das es fast einen Tag jetzt gut gegangen ist, ist insofern erfreulich — und ein Armutszeugnis für diese Firmware.)
Nunja, nachdem fon in Deutschland einen Prozeß verloren hat und dabei als »schmarotzend« bezeichnet wurde, darf man gespannt sein, in welche Richtung sich fon und die Fonera-2-Firmware weiterentwickled …
Fonera 2: Lessons learned
Wednesday, July 8, 2009, 10:11 - Verschiedenes, Fon, Painseeker
Ich schreibe dies über einen Schlepptop, der per Ethernet mit einer Fonera 2 verbunden ist, an welcher per USB ein Huawei E160-3G-Stick angeschlossen ist mit einer Tchibo-SIM samt 5-GB-Datenflat. Es funktioniert – auf Anhieb mit der Firmwareversion 2.2.0.0.Neuere Versionen funktionieren mit dieser Kombination nicht; leider hat das Entwicklerteam sich Anfang 2009 gedacht, daß es doch viel nutzerfreundlicher wäre, wenn jener nicht seine, vielleicht gar unbekannten, Daten eingeben müßte sondern einfach seinen Mobilzugang aus einer Liste auswählen könnte. Für Deutschland aber ist diese Liste arg kurz und längst nicht vollständig; für andere Länder taugt die Quelle auch nicht wirklich.
Kleiner Tipp daher für Leute, die diese Kombination – Tchibo-Internet-Flatrate-Tarif mit 3G-Modem an Accesspoint – nutzen wollen: achtet darauf, daß Euer APN korrekt eingestell ist (derzeit »webmobil1«). Denn, anders als zumindest ich es gewohnt bin, nimmt Tchibo bzw. o2 (Germany) auch andere APNs an, die Verbindung wird dann erst vor dem Ausgang ins Internet geblockt – bislang kannte ich nur die Variante des Verbindungsabbruchs bei falschem APN …
Mit APN "webmobil1":
Selected device eth0, address 192.168.10.225, port 38564 for outgoing packets
Tracing the path to probe-us1.0xdecafbad.net (208.91.129.153) on TCP port 22 (ssh), 30 hops max
1 192.168.10.1 1.803 ms 1.168 ms 1.148 ms
2 82.113.122.185 810.180 ms 735.091 ms 936.821 ms
3 82.113.123.226 600.407 ms 832.806 ms *
4 OSRMUN1-Vl212.net.de.o2.com (82.113.122.53) 796.330 ms 855.301 ms 460.492 ms
5 IARMUN1-Gi0-2-199.net.de.o2.com (82.113.122.2) 740.127 ms 892.438 ms 857.284 ms
6 xmwc-mnch-de01-chan-3.nw.mediaways.net (195.71.164.209) 619.104 ms 1551.962 ms 683.984 ms
[…]
16 hotel.turbovps.com (208.91.129.130) 655.660 ms * 1049.125 ms
17 208.91.129.153 [open] 1382.966 ms 2390.673 ms 1080.543 ms
Mit APN "surfo2" (Standard für o2 seit ca. 2008; "internet" ist eine andere viel benutzte Einstellung, IIRC):
Selected device eth0, address 192.168.10.225, port 60577 for outgoing packets
Tracing the path to probe-us1.0xdecafbad.net (213.134.45.154) on TCP port 22 (ssh), 30 hops max
1 192.168.10.1 1.553 ms 1.245 ms 1.196 ms
2 82.113.103.225 620.902 ms 386.762 ms 618.808 ms
3 82.113.107.194 759.432 ms 867.596 ms 601.450 ms
4 82.113.103.26 563.609 ms 884.781 ms 539.424 ms
5 213.134.45.154 [closed] 1182.596 ms 746.681 ms 641.468 ms
Wer also per UMTS/GRPS mit einer Fonera 2 und USB-Stick online gehen will, sollte genau drauf achten, ob auch wirklich die für seinen Tarif benötigten Credentials eintragbar sind — dies ist in neueren Releases derzeit nicht mehr der Fall, für mich funktioniert wie gesagt die Version 2.2.0.0 zufriedenstellend.
Why, oh why?
Tuesday, July 7, 2009, 10:05 - Geeks & Co., Fon, Painseeker, GSM/GRPS/UMTS/..., WLAN
Mit einer Prerelease der Fonera-2-Firmware rannte mein Huawei E160 denn auch schon – und, anders als unter Ubunty Jaunty Jackass, war gleichzeitig auch die Micro-SD im E160 ansprechbar *sigh* –, aber bei rund 1 MBit/sec war Schluß. Da es einen entsprechenden Bugreport bzw. Bugfix-Eintrag für spätere Releases gibt, ließ ich die finale Firmware installieren — weitere 30 Minuten meines Lebens, die mehr zweckfrei entronnen sind: Die GUI-Helden der Fonera-2-Firmware haben die Eingabemasken für APN, PIN, Username und Passwort bei 3G rückstandslos ersetzt durch ein Dropdown mit einer endlichen – aber eben systembedingt unvollständigen Liste, die Einstellugen z. B. für Tchibo (APN: webmobil1) oder FONIC (APN: pinternet.interkom.de oder sowas) fehlen und manuelle Einstellung/Änderung der Voreinstellung ist offensichtlich auch im geladenen Developer-Image nicht vorgesehen. Hut ab vor sowie … »Weitsicht« :(
Derzeit flasht sich die Fonera 2 auf 2.2.6 RC2, in der vagen Hoffnung, man habe den Irrweg erkannt. Falls nicht, bleibt Downgrade (und Limit auf 1 MBit/sec) oder – Use The Source, Luke! – das backen der eigenen Firmware. Ein weiterer Eintrag in die Hall of Fame unter der Überschrift »mal eben schnell« :(
[Update] Man spare sich die Installation von 20090528_FON2202_2.2.6.0_rc2.tar.gz, funktional hat sich am UMTS/3G-Teil nichts geändert :( [/Update]
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