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Ein VDR auf ARM-Basis
Sunday, July 25, 2010, 23:59 - Geeks & Co., Technologien, DVB, Linux, VDR
So gänzlich ohne Aufnahmemöglichkeit
Vorne: DockStar, graues USB-Kabel zum DVB-Stick, schwarzes USB-Kabel zur 1-TB-Platte; Hintergrund: Verpackung AVerTV Volar Black HD
finde ich das hier in der Übergangswohnung in Berlin doch etwas mau, und mangels DSL stehen die heimischen VDR auch nicht zur Verfügung (HSPA klappt mit o2 hier mit max. 312 KByte/sec, allerdings greift halt ein Übertragungsvolumenlimit — schlecht zum Dauerstreaming).

Aber sowohl viele Gerätetreiber als auch sonstige Software für Linux wurde ja auch für andere Hardwarearchitekturen geschrieben bzw. ist dort lauffähig; und da ich bei meinem letzten Besuch in der Gütersloher Noch-Heimat mir einen auf Linux geflashten DockStar mitgenommen hatte, habe ich mir als Bastelprojekt für's erste Berlin-Wochenende vorgenommen, mal einen VDR auf DockStar-Basis zu bauen. Hierzu hatte ich mir schon im örtlichen Saturn einen AVerTV Volr Green HD USB-DVB-T-Stick für 25,99 zugelegt; leider mußte ich feststellen, daß dieses Gerät wohl noch nicht unter Linux lauffähig ist.
Getreu dem Motto »Amazon to the rescue« habe ich also für 27,42 einen – lt. VDR-Wiki unterstützten – AVerTV Volar Black HD DVB-T-Stick sowie eine WD-1-TB-USB-Festplatte für 71,99 in der Nacht zu Freitag bestellt. Die zwei Lieferungen kamen dann auch von zwei unterschiedlichen DHL-Fahrern, eine vor, die andere nach 12 Uhr — ich habe an dem Samstag Vormittag meine »rote Zora«, jene DHL-Fahrerin, die Pakete gerne auf der heimischen Terrasse ohne Hinweis im Briefkasten versteckt, schätzen gelernt …

Anyway. Es kam ja alles, und bis auf die Tatsache, daß der sheeva.with-linux.com-Kernel leider gänzlich ohne DVB-Unterstützung daherkommt, war die Inbetriebnahme des (DVB-T-) VDRs recht simpel — nur das durchbauen der entsprechenden, fehlenden, Kernel-Module dauerte auf dem DockStar doch relativ lange.

Ausstehendes Problem: unter Ubuntu werden offensichtlich neuere Libraries eingesetzt, sodaß wieder einmal ein »vdr-sxfe« von dort nicht mit dem »xineliboutput-plugin« des VDR 1.6 des Debian Lenny des DockStars zusammenarbeiten mag. Wie ich das löse, weiß ich noch nicht; aber immer eins nach dem andern — mittels »live-plugin« kann ich ihn per Browser programmieren und, im LAN, sogar per Klick mir das Programm ansehen.
4 Kommentare 4 Kommentare (620 mal angeschaut)  | [0 Trackbacks]  | Permalink  |  (3/33)

Fundstück: Remastered ST:TOS on CBS action
Saturday, June 12, 2010, 08:06 - Fundstücke, Medien, Painseeker, DVB
Wie die echten Trekkies ja wissen, wurde jüngst auch ST:TOS Opfer der Digitalisierungswelle, neben der kultigen Variante der Serie gibt es jetzt eine »60er-Jahre-SciFi-mit-Y2k-Grafik«-Variante; man hat die Low-Cost-Tricks von Planeten und Raumschiffen aus den 60ern durch aufwendig adäquat erstelle CGI-Varianten ersetzt. Ich kann das wirklich nur schlecht in Worten beschreiben, und auch die Wirkung von moderner Grafik und trashiger Kulisse ist etwas, was jeder für sich bewerten muß. Bislang kannte ich keine Sendedaten für Europa, zufällig stolperte ich aber grade darüber auf Astra 28,2 Grad Ost — der dort ansässige Sender »CBS action« sendet derzeit exakt diese ST:TOS-Fassung, natürlich im sprachlichen Orginal. Um zu verstehen, worum es geht, ein kleiner Ausschnitt:




DVB-S vs. …, Teil 2
Saturday, June 12, 2010, 01:11 - Verschiedenes, Technologien, DVB, VDR
Nachdem ich in Teil 1 noch DVB-S gegen T-Entertains IPTV gestellt habe, hatte ich nach weiterer Konfiguration und der Verbesserung des DVB-T-Empfangs (Indoor-DVB-T-Antenne mit Verstärker auf der Gartenhütte positioniert und in den Multiswitch eingespeist; das Haus verfügt über keine Außenantenne, nur eine 60er Schüssel für Astra 19,2 Grad Ost) nun die Möglichkeit, DVB-T gegen DVB-S zu stellen. Beide Systeme nutzen MPEG-2 als Codec, die Bandbreite bei DVB-T ist aber ungleich niedriger.

Auch hier ist bitte wieder die 1080i-Fassung lokal zum optischen Vergleich heranzuziehen; das folgende LoRes-Flash dient nur zur Illustration.

Was man hier – einem Ausschnitt der Wiederholung des Elfmeterschießens Deutschland vs. Argentinien bei der WM 2006 –, um ca. 25% mittenvergößert, sehen kann ist die dramatisch schlechtere Auflösung kleiner Details als auch den Einbruch der Bildqualität bei Bewegung. Ich empfehle, die 1080i-Datei mehrfach zu pausieren und die beiden Bilder zu vergleichen. Seien es die Spieler auf dem Feld – bei DVB-T mit einer Aura deutlich sichtbarer MPEG-Artefakte umgeben –, sei es Lehmann beim Hüpfen kurz vor dem Schuß, die »paar MBit/sec«, die DVB-T eben stärker komprimiert werden muß, gehen bei »bewegungsträchtigen« Inhalten massiv auf die Bildqualität. Das wäre auf der PAL-Röhre vielleicht gar nicht soo schlimm, aber auf modernen LCDs mit Bilddiagonalen ab 100 cm wird das Bild einfach unansehnlich. (Daher begreife ich auch nicht, wie man in Medienmärkten überhaupt DVB-T zuspielen tut …)




DVB-S vs. T-Entertain IPTV, Teil 1
Wednesday, June 9, 2010, 18:50 - Verschiedenes, Technologien, DVB, VDR
Nachdem ich nun auch mit meinem VDR das IPTV von T-Entertain zumindest zum Teil (nur der öffentlich-rechtliche Teil ist unverschlüsselt und damit empfangbar) nutzen kann, habe ich heute mal einen kleinen Vergleich gemacht. Ich habe gleichzeiitig eine Sendung auf arte (»Im Auge des Sturms (1/2)«) von DVB-S und T-Entertains IPTV aufgezeichnet und einen Ausschnit davon mal in 1920x1080i nebeneinander gestellt.
Selbst bei dieser leider bewegungsarmen Sequenz kann man schon Unterschiede erkennen, meines Erachtens ist der Rasen bei der Vorbeifahrt an dem beschädigten Haus matschiger, die Palmenblätter unschärfer und auch die Wasserflächen der Pfützen nicht so detailliert wie bei der DVB-S-Ausstrahlung. Da die üblichen Portale den Clip erneut und mit geringerer Bandbreite kodieren würden, was zur Qualitätsbeurteilung nicht dienlich ist, ist zum Vergleich die oben verlinkte Datei herunterzuladen und lokal einem Medienabspieler auf einem Full-HD-Schirm zuzuführen.

Der folgende 480x270-Clip dient nur zur Info, was in den 75 MB der FullHD-Fassung zu erwarten ist:



Nun muß man der Telekom sicherlich zugute halten, daß die Qualität für nur rund die Hälfte der Bandbreite ganz passabel ist; daher ist dieser Eintrag auch als »Teil 1« bezeichnet, denn bei viel Bewegung verkommt Entertain ganz unspaßig zu einem Pixelbrei, gut zu zeigen an »Goldregen« oder sowas am Ende von Spielshows. Leider bekomme ich beim KiKa per T-Entertain am VDR nur Datenmüll, sonst hätte ich da sicher schon passendere Beispiele gefunden. So warte ich auf Sportberichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, leider ist derzeit ja auch grade weder Fußball noch – ganz böse für selbst DVB-S mit ARD-Bandbreiten – Radsport angesagt …

Projekt VDR-Cluster
Tuesday, June 8, 2010, 21:42 - Geeks & Co., Medien, Painseeker, Technologien, IPTV, DVB, HDTV, Linux, VDR
Ich hatte es ja heute morgen schon vom Androiden aus angeteasert: ich bei den entscheidenden Schritt weiter beim Aufbau einer »VDR-Server-Farm«, die beiden designierten »Pizzaschachteln« sind in den Keller gewandert, am Netgear GS-108T dort (auch wenn die Boxen nur 100 MBit/sec-Schnittstellen haben) als auch am DVB-S-Verteiler angeschlossen und laufen.

Mit den beiden Kistchen kommen 4 DVB-Eingänge zum »VDR-Gesamtsystem« hinzu, derzeit sind das 2x DVB-S, 1x DVB-S2 (HDTV-tauglich) sowie 1x DVB-T. Das zu ersetzende Wohnzimmer-VDR-System mit 2x DVB-S läuft derzeit noch weiter, das neue, HD-taugliche, Wohnzimmer-System hat derzeit 2x DVB-S (davon eine in Benutzung, da im Arbeitszimmer nur 1x SAT-Anschluß vorhanden ist), wobei noch nicht klar ist, ob es bei beiden Karten bleibt oder ggf. auch diese durch eine Single- oder Dual-Tuner-PCIe-Karte ersetzt werden oder auf eine reduziert.

OS-Basis ist jeweils Ubuntu 9.10, im Falle des HDTV-VDRs in Form von yaVDR — allerdings noch in der Version 0.1.1. Die beiden »headless VDRs« benutzen konsequenterweise die Pakete aus dem yaVDR-Repository.

Sinn der Übung: der VDR im Wohnzimmer, mit gut 100 Watt Energieaufnahme kein sparsamer Geselle (AMD Athlon(tm) 7750 Dual-Core Processor auf einem Asus V-M3N8200 mit nVidia-onboard-Grafik), soll, aus Energie- und Lärmgründen, möglichst nur dann eingeschaltet sein, wenn auch fern gesehen wird — anders als der bisherige, einzige, VDR-Server. Um dennoch Aufnahmen anfertigen zu können, sollen Systeme mit geringer Energieaufnahme (so ein Scenic Xs zieht rund 20 Watt, Platte eingeschlossen) im Keller diese Tätigkeiten durchführen, und da ich ein Serienjunkie sein kann, halte ich 2 DVB-Karten schon für etwas knapp.

Was bislang schon funktioniert:
  • Dank des Kopiertricks kann der HD-VDR auf mehr als eine per streamdev-Plugin über's Netz bereitgestellte Quelle zugreifen. Allerdings muß man beim Update des streamdev-client-Pakets dran denken, auch die Kopie(n) erneut zu duplizieren …

  • Dank Konfigurationsänderungen kann der HD-VDR auch das IPTV von T-Entertain empfangen — die nicht grund(los)verschlüsselten Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zumindest. Komischerweise bringen weder der P3 800 noch der Celeron mit 1,2 GHz in den Scenics auch die eine störungsfreie Bereitstellung des (SD-) Signals zu Stande; selbst ohne streamdev-Overhead bei lokaler Aufzeichnung gibt es Dropouts und Artefakte — und lokale Aufzeichnung sollte ja eigentlich relativ simpel sein, hat man erst mal den h.264-Stream aus dem DVB-IP extrahiert, oder?

  • Selbst der Zugriff auf eine DVB-S2-Quelle per streamdev scheint zu funktionieren — sofern ich das richtig erkenne, denn streamdev-Geräte sind zwar, wie auch das IPTV-Plugin, für VDR Datenquellen, aber das femon-Plugin, welches die Signalstärke ausgibt und insbesondere die direkte Auswahl eines Eingabegerätes ermöglicht, kann damit leider nichts anfangen. Weitere Voraussetzung: der streamdev-Client muß auf einen streamdev-Server treffen, der auch zu einer DVB-S2-Karte verbinden. Da beide Keller-VDRs hybride Systeme sind (DVB-S & DVB-S2 bzw. DVB-S & DVB-T) ist das … nicht so einfach.
Und damit bin ich auch schon bei meiner »Hall of Shame«, den Problemen, angekommen:
  • Augenscheinlich transportiert streamdev keine Informationen über die Geräte, weder meldet streamdev-server an den -client, wlecher Art die bereitgestellte Datenquelle ist, noch kann der streamdev-client hier augenscheinlich etwas anfordern. Dies ist auch erst einmal sinnvoll, denn IIRC arbeitet streamdev-server dynamisch, er stellt die Verbindung zu einem freien Device her, sodaß ein VDR mit 2 Karten z. B. eine lokale Aufnahme tätigen kann und die zweite per streamdev einem anderen VDR (oder einem vlc, mplayer, …) bereitstellen).
    Allerdings kann dann durchaus eine DVB-S-Karte per streamdev Tuning-Informationen auf DVB-T bekommen — was natürlich nicht funktioniert; auch verschlüsselte Kanäle sind hier weniger vorteilhaft :(
    Jun  8 21:26:36 hdtvdr vdr: [16125] ERROR: Streamdev: Couldn't tune 192.168.2.62:2004 to channel S4C
    Wie gut sich die Nutzung von streamdev-Geräten in der Praxis erweisen wird, wage ich noch nicht zu schätzen. Wahrscheinlich werde ich aber eher die DVB-T-Karte in den HD-VDR bauen und dafür die 2. DVB-S2-Karte in die VDR-Box, die schon DVB-S2 hat …

  • Ein verteiltes VDR-System ist konfiguratorisch augenscheinlich nicht vorgesehen. Das live-Plugin läut jeweils lokal auf dem VDR, per OSD programmierte Aufnahmen sind ebenfalls nur für den lokalen VDR vorgesehen. Abhilfe schaffen hier ein wenig die Plugins remotetimers und/oder remoteosd. Angenehm ist, da auch mein alter VDR schon die Erweiterung für remoteosd hatte, daß ich vom HD-VDR auch den alten VDR fernsteuern kann. Noch nicht probiert habe ich, ob bzw. wie man auch remoteosd mehrfach installieren kann (ich habe ja einen »bedienten« VDR und 2 (oder mehr) VDRs, die »headless« arbeiten.

  • Zum Filesystem bzw. der sinnvollen Verteilung/Verlinkung muß ich mir auch noch Gedanken machen; vom HD-VDR sollen ja im Wohnzimmer alle Aufnahmen abspielbar sein; also werde ich wohl die Filesysteme der beiden »VDR-Server« im Keller in das des HD-VDRs »einmontieren« müssen.
Wahrscheinlich bin ich mal wieder im »where no one seeked pain before«-Land mit meinem Ansinnen ;) Nichtsdestotrotz finde ich es wahnsinnig Klasse, was schon alles mit VDR out-of-the-box machbar ist. Mal gucken, wo das noch endet ;)


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