Die Bahn erklärt Internet-TV
Thursday, January 22, 2009, 09:11 - Fundstücke, Bahn, IPTV
Zitat (lokale Hervorhebung): (Berlin, 5. Juni 2008) Bahn TV, der Spartensender der Deutschen Bahn AG, konzentriert sich bei der Verbreitung seines Programms ab Juli auf das Internetfernsehen (IPTV). […]
[….] habe die DB entschieden, sich auf einen Verbreitungsweg zu konzentrieren. Eine Ausstrahlung via Satellit wird es ab Juli nicht mehr geben. Zuschauer, die bislang Bahn TV über Satellit empfangen haben, brauchen aber auch künftig nicht auf den Spartensender zu verzichten. […]
Wer IPTV auf einem Fernseher sehen möchte, benötigt eine Set-Top-Box, die das DSL-Videosignal in ein analoges Signal umwandelt, das der Fernseher versteht. Die Set-Top-Box hat einen Netzwerkwerkanschluss, den man mit dem DSL Router verbindet. Da IPTV in TV-Qualtiät übertragen wird, ist ein DSL-Anschluss nötig, damit der User Fernsehen, Internet und andere Dienste über die Telefonleitung parallel nutzen kann. […]
Gut, sagen wir mal so: vermißt habe ich BahnTV im bunten Strauß dessen, was von Astra herunterkommt, bislang nicht. Und die »Ausstrahlung« scheint sich jetzt auf on-demand, sprich: das Ansehen vorgefertigter Clips, zu beschränken — einen Livestream (den man z. B. wieder in VDR einspeisen könnte ;)) gibt es augenscheinlich nicht mehr.
Allerdings finde ich, daß das, was die Bahn da fabriziert, mit »IPTV« nicht viel gemein hat – das ist bestenfalls 'ne Billig-Variante eines Firmen-YouTube. Und ob eine STB im Jahre 2008 noch zwingend den Videodatenstrom »in ein analoges Signal umwandelt«, nunja; DVI/HDMI sei Dank, zunehmend fällt dieser Anachronismus bei neuen Fernsehgeräten dann auch weg.
Weiter so, Bahn!
Tuesday, November 11, 2008, 23:55 - Fundstücke, Bahn
Respekt, die Informationspolitik innerhalb der Bahn ist offensichtlich genauso bescheiden wie für die Kunden — erneut wurde eine Jugendliche des Zuges verwiesen: Erneut Minderjährige aus Zug gewiesen
Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen ist eine Minderjährige aus einem Zug der Deutschen Bahn geworfen worden, weil sie keine gültige Fahrkarte dabei hatte. Eine Schaffnerin zwang am Montag eine 14-Jährige, […] zum Aussteigen, wie ein Bahnsprecher sagte. Er bestätigte damit einen Bericht der "Berliner Zeitung". Danach hatte das Mädchen nur ein Freizeitticket bei sich und nicht gewusst, dass dieses erst nachmittags gültig ist.
Da bekommt der Ausdruck »der Wilde Osten« doch mal eine angenehme Bedeutung, endlich mal eine Region in Deutschland, wo noch knallhart durchgegriffen wird gegen dieses elende Schwarzfahrerpack! Wen kümmern schon Dienstanweisungen, wonach »Minderjährige "unter keine[n] Umständen des Zuges verwiesen werden"« dürften, wenn der Börsengang durch dieses Gesindel auf dem Spiel steht‽
Plan B
Tuesday, November 4, 2008, 20:06 - Fundstücke, Bahn
B. Wie »Bahn« oder »Börsengang«. Oder auch »Bullshit« …Nachdem ich gestern ja, beruflich motiviert, Bummelbahn Live erleben
Zulassungsnormen werden überschritten
An Laufradachsen in 17 ICE-3-Zügen der Baureihe 406 werden die vorgeschriebenen europäischen Zulassungsnormen nicht eingehalten. Das geht aus diesem Schreiben der Bahn vom 5. August dieses Jahres hervor, das der Redaktion vorliegt: "Für diesen Laufradsatz (…) wird die Dauerfestigkeit nicht nachgewiesen." […]
Fragwürdige Maßnahmen zur Achsentlastung
Doch die Bahn will mit diesen Achsen weiterhin mit 300 Kilometern in der Stunde über die Schienen rasen. Sie schlägt vor, die betroffenen Achsen an den 17 Zügen häufiger, nämlich alle 120.000 Kilometer per Ultraschall überprüfen zu lassen. Vorgeschlagen wurde, die Toiletten über den Achsen zu schließen und die Wassertanks der Toiletten in den Wagen abzupumpen, um die Last zu reduzieren. […]
Vielleicht solten sie auch den Speisewagen mit entfernen, konsequenterweise. Und Personen über 85 kg Körpergewicht den Zugang zum ICE verwehren …
Privatisierung der Bahn — Dauerthema der letzten Monate und vielleicht ja doch auch ein Thema für die Sicherheit der Bahnfahrenden:
Wartungsintervalle wurden größer
Doch laut "Monitor" sparte die Bahn in der Vergangenheit bei der Wartung ihrer Züge kräftig ein. […] Seien die ICE-3 im Jahr 2003 noch nach 72.000 gefahrenen Kilometer zum Sicherheitscheck in die Werkstatt gerufen worden, geschah das im Jahre 2005 nur noch nach gefahrenen 144.000 Kilometern - eine Verdopplung der Intervalle.
In dem Kontext ist bemerkenswert, daß, laut jenem Artikel, das Eisenbahnbundesamt als zuständige Behörde nun einen vorläufigen Bescheid ausstellte, nach dem, Zitat, »die Achsen tatsächlich alle 120.000 Kilometer überprüft werden müssen«. Ob eine effektive Erhöhung des Intervalls um 48.000 Kilometer, ausgehend vom Stand 2003, statt um 72.000 Kilometer jetzt wirklich so ein Sicherheitsgewinn ist?
Versöhnliche Gesten
Monday, November 19, 2007, 08:10 - Bahn
Hmm, was das das gestern Abend bei »Anne Will«? Spiegel Online textet »Bahn-Personalvorstand Margret Suckale lud den Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, spontan zu Verhandlungen am morgigen Montag ein. Der Bahnvorstand sage dazu alle anderen Termine ab. Schell ging auf die Offerte nicht ein und ließ offen, ob er kommen werde.«Liest man das, ohne die Sendung gesehen zu haben, klingt das in meinen Ohren wieder mal wie eine arrogante Ablehnung der großzügigen Angebote der Bahn durch die GdL. Absicht? Nicht unbedingt; so richtig einfach erklärbar scheint die Problemlage nicht zu sein …
Auch wenn nicht, wie vormittags noch angekündigt(?), Mehdorn selbst anwesend war, fand ich die Sendung durchaus interessant. Unter anderem die Passage, wo auch der Transnet-Vertreter das angebliche 10%-Angebot der Bahn als »Nullsummenspiel« ablehnte. Wen das Thema Bahn vs. GdL interessiert und wer die Sendung nicht gesehen hat, sollte sich meines Erachtens den Stream mal ansehen.
Privatisierungsschatten
Friday, October 26, 2007, 19:08 - Fundstücke, Bahn
Im vorliegenden Fall hatte die Bahn im April 2003 einen Teil der Hunsrückquerbahn in Rheinland-Pfalz aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das Eisenbahn-Bundesamt forderte daraufhin von der Bahn, die Strecke wieder betriebsbereit zu machen. Die Bahn lehnte dies als unwirtschaftlich ab […]. Das Bundesamt hatte in der Vorinstanz wie auch vor dem Bundesverwaltungsgericht bereits Recht bekommen.Quelle: tagesschau.de
So macht man sich also schön für die Börse, einfach Investitionspflichten aussitzen? April 2003, das sind dann mittlerweile satt vier Jahre, in denen auf der fraglichen Strecke nicht nur die Bundes
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